Rezensionen

 

 Moira Serfling und Tom Bätzel   (Nervling)

- Tom Bätzel -

"Mit tausend Kilometern Abstand die beste Gitarre, die ich in meinen 25 Jahren als Berufsmusiker jemals gespielt habe. Der Klang ist der Schönste, den ich je gehört habe. Die kombinierten Hölzer machen sie schnell und perkussiv und trotzdem unglaublich warm und sensibel. Die handwerkliche Verarbeitung ist meisterhaft. Ich freue mich schon auf die Nächste!" Check it out: http://www.nervling.com

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Lukas, der Gitarrist von LIEDFETT (www.liedfett.de)

 

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Owen Casey

 

 


Huw Hamilton

 


Ulrike Becker


Joh Lowmax (The Mainstream)


 Jan Wienecke

 

 


Richard Dannemann

 


Wolf Rüdiger Sauer

 


Ulf-Michael Matthees

Ulf-Michael Matthees, "Salty Shores"


Wahnsinn!

Ich muss mich bremsen, vor allem im folgendem Gebrauch von Superlativen, aber ohne diese kommt es einfach nicht aus.Nachdem ich zum ersten Mal eines seiner Instrumente spielen durfte, fehlten mir die Worte, zu beschreiben, was ich hörteund fühlte, eine wahre klangliche Offenbarung tat sich für mich auf."So also kann eine Gitarre klingen, die nicht in einer Panzerung aus Lack eingesperrt ist, sondern frei dieselbe Luft atmet wie ich selbst"

Dieser Gedanke kam mir spontan.Mein erster Besuch in Thomas´ eindrucksvoll sortierter Werkstatt, (eigentlich müsste das Atelier heissen), wird mir unvergesslich bleiben.Nein, es soll keine Gitarre werden, sondern ein Hybride aus irischer Bouzouki und Gitarre und weil diese eben als Bouzouki zum Einsatz kommt heisst das feine Instrument bei mir Bougi und bei Thomas eben Nr.55.Weil es keine Gitarre ist, muss sie ja auch nicht so aussehen und deshalb diese eher seltene Korpusform.Ich fand es echt gut, mit welcher Detailversessenheit und tollen Ideen Thomas sich bei der präzisen Planung für die Umsetzung meines Designs reinkniete, das ist schon sowas wie Hingabe wenn man ihm dabei zuhört wie er über Holz spricht und wenn man ihm dabei zusehen darf, wie er damit arbeitet und wie raffiniert die einzelnen Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt sind.

Die Auswahl der Hölzer und die sich dabei ergebene Diskussion ist allein schon eine Rezension wert, sehr interessant und lehrreich für mich, vielen Dank dafür.Alle zwei Wochen kam ich dann zu Besuch, um den Werdegang der Bougi zu bewundern, wieviele grosse, kleine bis winzige Handbewegungen wurden bis jetzt wohl ausgeführt?Nach dem dritten Besuch war die Bougi in Rekordzeit fertig! Unglaublich, aber wahr.

Einen Tag vor Sylvester durfte ich sie abholen und dabei zum ersten Mal hören, was sie kann.Und sie macht haargenau das, was ich von ihr erwartet habe, laut und kristallklar steht der Ton, Sustain ohne Ende, fette Bässe ohne Überlagerungen oder andere Nebengeräusche, der makellose Hals und die top verarbeiteten Bünde erlauben ein sehr schnelles Spielen bis in die höchsten Lagen.Der Klang macht einfach nur süchtig nach mehr, das Tuning ist doppelchörig in G D a d, volles Brett für die irisch Folk Session!Thomas hat mir mit diesem wundervollen Instrument einen Traum erfüllt, ja zum Teil sogar meine Erwartungen übertroffen.

So baute er mir einen genialen 8-fach Fädelsteg aus Ebenholz, zusammen mit den optisch super zur Kopfplatte passenden Klemmechaniken ermöglicht dieses einen schnellen Saitenwechsel ohne viel Gefummel.Die gesamte optische Ausstrahlung finde ich schön warm und einladend und so kann sie auch klingen.Die Bougi wurde bei einem Workshop von niemand geringerem als Jens Kommnick ausgiebig angespielt und getestet, wobei die tolle Bespielbarkeit seiner Fingerfertigkeit entgegen kommt, er war begeistert und lieh sie sich für die Abendveranstaltung bei mir aus.Dieses Instrument macht Freude, es ist ein Hochgenuss darauf zu spielen und dem Klang nachzugehen, inspirierend und schön zieht dieser unbeschreibliche Sound jeden in den Bann.Bleibt mir nur, an dieser Stelle vielen Dank an Dich, Thomas zu sagen, verbunden mit dem Wunsch und der Hoffnung, dass noch viele Musiker auf Dich und Deine wunderbaren Schöpfungen treffen und so eine neue (Klang)-Welt entdecken!

Ulf-Michael Matthees,

 


 

 

Zwei "Holzblut"-Gitarren, Baujahre 2014 und 2015, darf ich inzwischen mein eigen nennen: eine 10-saitige (Open Tuning) Standardgröße Dreadnought, Nr. 53, und eine 6-saitige Dreadnought in Jumbo-Größe, Nr. 42. Thomas fertigte sie nach meinen detaillierten Angaben an.Technische und handwerkliche Präzision zeichnen diese Instrumente aus. Sie sind meine Lieblingsinstrumente geworden, bedeuten für mich pure Spielfreude und haben mir quasi eine neue Klangwelt eröffnet. "Jetzt weiß ich, wie eine Gitarre klingen sollte!" waren meine ersten Worte bei der Übergabe. Interessant und lehrreich war es ebenfalls, einige Stationen während der "Bauphase" verfolgen zu können und dabei über viele Dinge zu erfahren, die bei anderen Gitarren nicht selbstverständlich sind.

Auch von anderen Musikern und aus dem Publikum erreichte mich bisher nur ein positives Feedback. Ich kann für mich sagen, dass " Holzblut" zu nehmen eine gute Entscheidung war.

Und noch etwas: "Holzblut" fließt auch in Form von gutem Service.

Klaus Steher


Jenniffer Kae  (Foto: Dan Schneider)


 

Sven Ripken

"Als Gelegenheitsakustiker hatte ich die seltene Gelegenheit, die schlicht betitelte "#19" aus der Lüneburger Gitarrenschmiede HOLZBLUT zu spielen. Um eines gleich vorweg zu nehmen: die Gitarre ist genauso simpel und schlicht, wie ihr Name. Aber damit bleibt es auch schon bei der Einfachheit. 

 

Boden und Zargen sind aus Palisander, genauso wie die Steg. Der 7fach gesperrte Hals aus Ahorn und Palisander

weist ein geradezu handschmeichelndes Profil aus, nicht zu klobig, nicht zu filigran. Nahezu passend für meine Durchschnittshände. Kurz gestimmt (die Gitarre hat an der geschmackvollen Kopfplatte Klemm-Mechaniken, super Idee) fällt mir eines sofort auf: die Wucht, die aus dieser Gitarre kommt. Keine dröhnende Gewalt wie eine Superjumbo, eher feingliedrig wie eine Triple-0. Trotzdem aber ein Bass-Schub, der seinesgleichen sucht. Selbst in den oberen Lagen ist es eine Wonne, welche Strahlkraft die Bässe und die darüber gespielten Akkorde haben. Jeder Ton sitzt dort, wo er hin gehört. Keine Überlagerungen in den Frequenzen, alles fein sortiert und perfekt. 

 

Ab Werk sind 0.11er Saiten drauf, ich habe kurzerhand mal 0.12er aufgezogen und plötzlich wurde mein bisheriges Gefühl für Lautstärke durch ein neues ersetzt: unglaublich. Für einen Singer-Songwriter DAS perfekte Instrument! Mit diversen Pleks bewaffnet spiele ich ein paar Akkordlinien, in der Tat wird die Gitarre durch andere Plektrummaterialien beeinflußt. Mit einem Ebenholz-Plektrum wird sie weich, geradezu sanftmütig, mit einem Jazz III wird sie spitz, aber nicht aufdringlich. Überhaupt muß ich eines gleich vorweg nehmen: was auch immer mit der Gitarre (und wie) gespielt wird, sie verliert nie die Balance, hält immer den Ton und fängt nicht an, sich zu überschlagen. Sie hat die Nase vorn, aber nicht arrogant, sondern eher mit einer königlichen Eleganz. 

 

Ich habe zu Testzwecken ein paar Akkorde aufgenommen (simples Set-Up: MXL Recording Kit, Phonic Firefly USB Interface, Acer Netbook, Phonic Aktivmonitor), damit eine Akkordspur belegt und auf einer anderen ein kleines Gitarrensolo. Selbst bei den gespielten Singlenotes hatte ich nicht das Gefühl, daß eine Note nicht laut genug oder zu laut war, die Dynamik unterlag immer mir und nicht der Gitarre, wie es bei anderen Instrumenten der Fall sein kann.

 

Kurz gesagt: die Gitarre ist der Hammer. Ein vollmassives Instrument, dazu noch ein Einzelstück, mit einer Detailverliebtheit (die Form der Kopfplatte spiegelt sich in Form des Griffbrettendes und in der des Steges wieder), die ihresgleichen sucht. Kein unnötiger Zierrat, dafür feinste Bindings, geschmackvolle Holzeinlagen im Madagaskar Griffbrett, Klemm-Mechaniken (keine Bange, die eventuelle Kopflastigkeit wird durch einen Endklotz aus Teakholz in der Waage gehalten) und ein gediegenes, feines Aussehen. Eher elegant-schüchtern zurückhaltend als pompös aufdringlich. 

 

Fazit: einziger, aber auch wirklich einziger Wermutstropfen: schade, daß ich die Gitarre nicht aus einem Koffer holen durfte, der zum Lieferumfang gehören könnte. Denn der Lüneburger "Holzartist" Thomas Thämlitz ist sicherlich in der Lage, einen Koffer zu bauen, in dem diese Gitarre genauso gut aufgehoben ist, wie in den Händen eines wirklich guten Akustikgitarristen. 

 


Wolf Rüdiger Sauer

Hey Tom

 

Ich spiele nun über 50 Jahre Gitarre. Wie Du weißt, zählen alte Gibson-, Fender-, Martin-, Bernabe- und Hanika-Gitarren ebenso zu den unentbehrlichen Instrumenten die mir vergönnt sind zu spielen, wie moderne von PRS und Ibanez. Dir damals den Auftrag zu geben, uns eine Spezialgitarre für „deckenruinöses“ percussives Spiel anzufertigen, welche speziell auch über Amp gut kommen soll, war für uns ein gewisses Risiko. Eben deshalb, weil wir uns darüber im Klaren waren, das verstärkte Hölzer weniger dazu geeignet sind, Nuancen und feinere Oberwellen ebenso gut wiederzugeben, wie es dünnere schaffen. Um diesen Spagat wissend, war unsere Erwartungshaltung verständnisvoll und reserviert. Was wir aber seit vorgestern in unseren Händen halten und spielen, kann man nur als Meisterwerk betrachten. Unsere Nr. 22 klingt so kristallklar wie eine Glocke. Ausgewogen und fähig zu jeder Form von Anschlagsdynamik. Druckvoller Bass und feine Höhen sind ebenso zeitgleich spielbar wie warme Höhen und zarter Bass. Über Amp eine Offenbarung. Dann noch die Güte der Bespielbarkeit. Keine unserer akustischen Gitarren hat einen so griffigen Hals und eine so niedrige Saitenlage. Wir sind sicher; auch Andere werden bald die Güte Deiner Instrumente zu würdigen wissen.

 

Voller Freude und Zufriedenheit, Dein

 

Wolf-Rüdiger Sauer

 

 


 

 

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